Gesetze verbieten die Diskriminierung im Arbeitsleben – unter anderem aus rassistischen Gründen, wegen der ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Was aber bedeutet das auf der praktischen Ebene? Wie kann sich ein Team in dieser Hinsicht gut aufstellen und sich ehrlich mit der Frage auseinandersetzen, wie Rassismus und Antisemitismus die eigene Struktur, Entscheidungsfindung und Kommunikation beeinflussen? Das Kommunale Integrationszentrum Köln (KI Köln) geht seit 2020 folgenden Weg: Im Rahmen eines rassismuskritischen Organisationsentwicklungsprozesses (RKOE) hat sich das gut 50-köpfige Team das Ziel gesetzt, Diskriminierung schrittweise abzubauen, um gerechtere und effektivere Angebote für Menschen mit internationaler Familiengeschichte zu schaffen und ein gesundes Arbeitsumfeld für alle zu fördern. Was mit ersten Workshops zu den Grundlagen der Rassismuskritikbegann, hat über die Jahre zu einem spürbaren Kulturwandel geführt. Gerade in der Anfangszeit war der RKOE aber geprägt von Unsicherheiten, Zweifeln und Ängsten: Sind wir etwa rassistisch und antisemitisch? Spaltet der Prozess nicht das ganze Team? Was…