Sommerschule

Die Sommerschule ist ein Bestandteil des Kooperationsprojektes „Sprachliche Bildung“ im ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration.

Das Projekt wird von der Universität zu Köln / Institut für Deutsche Sprache und Literatur II „Sprachliche Bildung“ seit 2003 durchgeführt und hat zum Ziel

  • Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beim Erwerb allgemeiner und bildungs- bzw. fachsprachlicher Kompetenzen im Deutschen zu unterstützen,
  • Lehramtsstudierenden des Faches Deutsch bereits früh die Gelegenheit geben, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und so für ihre berufliche Tätigkeit in zunehmend heterogenen Schulklassen wichtige Kompetenzen zu erwerben.

Seit den Sommerferien 2016 richtet sich die zweiwöchige Sommerschule an neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I im Alter von 12 bis 16 aus den so genannten Vorbereitungsklassen. Die Schülerinnen und Schüler stehen erst am Anfang ihres Erwerbs des Deutschen als Zweitsprache und sollen in erster Linie in der Sommerschule ihre sprachlichen Fähigkeiten erweitern, die für den Alltag im Allgemeinen, aber vor allem für den schulischen Alltag wichtig sind.

Durch eine gezielte, individuelle Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen soll der Übergang von der Vorbereitungsklasse in die Regelklasse erleichtert oder gar verkürzt werden. Die Vorbereitung der Teilnehmenden auf das schulische Lernen wird auch durch Vermittlung von (Sprach-)Lernstrategien und – techniken sowie die Förderung von Prozessen sprachlicher Reflexion unterstützt.

Das methodisch-didaktische und das inhaltliche Programm für die Sommerschule erarbeiten Dozentinnen mit Studierenden im Rahmen eines Universitätsseminars.

Der sprachliche Lernstoff ist auf den Stufen A1 bis Anfang A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen angesiedelt. Die im vormittags durchgeführten Deutschunterricht thematisierten sprachlichen Inhalte werden im Rahmen von Projekten, die nachmittags in Arbeitsgemeinschaften entwickelt werden, integriert. Mit ästhetischen, bewegungsorientierten, theatralen, musikalischen und medialen Aktivitäten, in denen Sprache als "Werkzeug" angewandt wird, setzen sich die Jugendlichen mit ihren neuen Lebensumständen kreativ auseinander. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden in einer feierlichen Abschlussveranstaltung präsentiert.

Die Sommerschule findet statt an einer jährlich neu ausgewählten Kölner Schule, die Vorbereitungsklasse(n) in der Sekundarstufe I anbietet. Die Schülerinnen und Schüler werden von den sie betreuenden Lehrkräften für die Maßnahme angemeldet.

Das Kommunale Integrationszentrum Köln ist einer der Kooperationspartner der Universität zu Köln im Projekt „Sprachliche Bildung“. Weitere Kooperationspartner im Projekt sind das ZMI, eine Kooperationseinrichtung der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln und der Universität zu Köln, das Mercator Institut für Sprachförderung  und das Language und Media Lab des Projektes „Zukunftsstrategie LehrerInnenbildung“ (ZuS) an der Universität zu Köln.

Die Sommerschule wird von unterschiedlichen Stiftungen unterstützt.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Jolante Boldok

Jolanta Boldok
Telefon: 0221 / 221-24244
E-Mail: jolanta.boldok -at- stadt-koeln.de