Sommerferienschule

Die Sommerschule, die vom Kooperationsprojekt der Universität zu Köln / Institut für Deutsche Sprache und Literatur II "Sprachliche Bildung" seit 2003 durchgeführt wird, hat zum Ziel

  • Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beim Erwerb allgemeiner und bildungs- bzw. fachsprachlicher Kompetenzen im Deutschen zu unterstützen,
  • Lehramtsstudierenden bereits früh die Gelegenheit geben, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und so für ihre berufliche Tätigkeit in zunehmend heterogenen Schulklassen wichtige Kompetenzen zu erwerben.

Die 15-tägige Sommerschule richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I aller Kölner Schulen, die neben ihrer Muttersprache Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bereits sprechen oder sprechen lernen sollen. Sie umfasst Intensivkurse in Deutsch als Zweitsprache (vormittags) und sprachsensible Arbeitsgemeinschaften (nachmittags).

Einschulung

Um der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler, ihren spezifischen Lernbedürfnissen und unterschiedlichen Ausgangslagen Rechnung zu tragen, werden zwei Formen von Kursen angeboten:

  • DaZ-Kurse für Seiteneinsteiger: Kinder und Jugendliche, die erst vor kurzem nach Deutschland eingereist sind, werden in ihren basalen sprachlichen Kompetenzen so gefördert, dass sie im Alltag aktiv sprachlich handeln können und ihnen der Einstieg in den Schulalltag erleichtert wird.
  • DaZ-Kurse für fortgeschrittenere DaZ-Lernende: Hier steht die Förderung der Bildungssprache im Vordergrund. Schülerinnen und Schüler, die in ihrer Zweitsprache Deutsch Schwierigkeiten mit den (fach-)sprachlichen Registern der unterschiedlichen Schulfächer, wie den Gesellschafts- oder Naturwissenschaften haben, werden anhand von ausgewählten fachbezogenen Kohärenzthemen in ihren fachsprachlichen Kompetenzen gezielt und fächerübergreifend gefördert. Ferner wirken die Kurse dem häufig beklagten Sprachkompetenzverlust während der Sommerferien entgegen.

In den sprachsensiblen Arbeitsgemeinschaften folgt eine in die Freizeitaktivität integrierte, implizite Sprachförderung, in der Sprache als "Werkzeug" angewandt wird. Die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaften werden in einer feierlichen Abschlussveranstaltung präsentiert.

Die Schülerinnen und Schüler werden in der Regel von den sie betreuenden pädagogischen Kräften für die Maßnahme angemeldet. Kurzfristig vor dem Anfang der Sommerschule eingereiste Kinder und Jugendliche werden nach der verpflichtenden Beratung im Kommunalen Integrationszentrum Köln direkt von dort angemeldet.

Das Kommunale Integrationszentrum Köln ist einer der Kooperationspartner der Universität zu Köln im Projekt "Sprachliche Bildung". Ein weiterer Partner ist das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Köln (ZMI), eine Kooperationseinrichtung der Stadt Köln, der Bezirksregierung Köln und der Universität zu Köln. Das Projekt wird zudem von mehreren Stiftungen, insbesondere der Mercator-Stiftung, gefördert.

Ihre Ansprechpartnerin

Jolante Boldok

Jolanta Boldok
Telefon: 0221 / 221-24244
E-Mail: jolanta.boldok -at- stadt-koeln.de