Interkulturelle Zentren

Orte der Begegnung

Interkulturelle Zentren KoelnDie Interkulturellen Zentren arbeiten für die Integration der in Köln lebenden Menschen mit Zuwanderungshintergrund und sehen die Förderung des gleichberechtigten, friedlichen Zusammenlebens aller Menschen in Köln als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Und das ist in erster Linie über Chancengleichheit in der Bildung und über politische Mitwirkung in der ganzen Breite der Gesellschaft zu erreichen.

Sie sind Orte der Begegnung für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln.

Sie verstehen sich als Türöffner für Neuzugewanderte auf dem Weg in die Mehrheitsgesellschaft und als Interessenvertretung von Migrantinnen und Migranten.

Als Kulturmittlerinnen und Kulturmittler tragen sie durch ihre vielseitigen Angebote dazu bei, dass Begegnung - im Sozialraum, im "Veedel", zum Beispiel in der Schule, in der Gemeinde und so weiter - möglich wird und Berührungsängste abgebaut werden.

Kulturelle Vielfalt als Ressource

Die Interkulturellen Zentren verfügen über die kulturellen und fachlichen Ressourcen und beeinflussen damit die positive Entwicklung der Stadtgesellschaft.

Die zunehmende Globalisierung, das beschleunigte Tempo durch die Kommunikationssysteme, zunehmende Arbeitslosigkeit und die wachsende Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt haben zu mehr Verunsicherung geführt und wirken sich negativ auf die Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen aus. Für viele Menschen ist die Stadtgesellschaft, in der sie hier leben, unverständlich, kompliziert und schwierig. Der Verlust von Modellen und Werten, vom Einfluss der Bürgerinnen und Bürger auf internationale Politik und von sozialen Bindungen hat einen doppelten Effekt: die Angst vor "fremden" Einflüssen wächst und ihre direkte Auswirkung ist eine Ablehnung "fremder" Einflüsse. Dem wirkt die Arbeit der Interkulturellen Zentren aktiv entgegen.

Die Zentren arbeiten in einer Kultur der Anerkennung von Vielfalt und Verschiedenheit. Vielfältigkeit, die sich ausdrückt in der eigenen Geschichte, der Hautfarbe, der Mehrsprachigkeit, der Persönlichkeit, der Einstellung, der Werte (Religion), der Erfahrungen, der Ideen, der Talente und der Arbeitsstile. Vielfältigkeit bedeutet auch das Zulassen von Streitkultur und Spannungen. Je abgedichteter eine Gruppierung ist, desto unfruchtbarer ist ihr Beitrag für die gesellschaftliche Entwicklung. Im öffentlichen Leben werden also Orte benötigt wo Konflikte, die durch Vielfalt entstanden sind, professionell begleitet werden.

Die Nutzung der kulturellen Vielfalt sollte daher sowohl als Ressource für das gesellschaftliche Zusammenleben als auch als Auftrag für die Entwicklung der Stadtgesellschaft verstanden werden, um Chancengleichheit in der Gesellschaft, besonders auch auf dem Arbeitsmarkt, zu erreichen. Ziel ist eine interkulturelle Öffnung des städtischen Lebens und eine interkulturelle Ausrichtung von öffentlichen Dienstleistungen.

Weitere Informationen

Übersicht aller Interkulturellen Zentren in Köln

Informationen der Stadt Köln zu den Interkulturellen Zentren

Bericht über die Arbeit der Interkulturellen Zentren in Köln 2013

 

Ihr Ansprechpartner

Klaus-Martin Ellerbrock

Klaus-Martin Ellerbrock
Telefon: (0221) 221- 29296
E-Mail: klaus-martin.ellerbrock@stadt-koeln.de